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Zecken im Garten…was tun?
Der Garten ist im Sommer Erholung pur: Kinderspielplatz, Gartenarbeiten oder ein schöner Tag im Freien. Aber was, wenn Zecken den Garten besiedeln?

Gerade im Frühjahr und Sommer, wenn viele Gartenbesitzer die Sonne genießen wollen, sind sie da: Zecken im Garten.

Lebensräume für Zecken erkennen
Zecken erkennt man schwer mit bloßem Auge, da sie winzig klein sind. Die achtbeinigen Spinnentiere können Gartenbesitzer aber mit einem einfachen Trick aufspüren: Einfach an warmen Tagen ein helles Stück Stoff über die Bepflanzung ziehen.

Wenn viele Insekten vorhanden sind, verhaken sich einige am Tuch und sind dank des hellen Hintergrundes gut zu erkennen.

Vor allem Gärten in Waldnähe oder dicht bewachsene Gärten mit langem Gras, werden von den Blutsaugern bevorzugt. Zecken lieben feuchte, schattige Orte, in denen sie gut bis zur nächsten Mahlzeit überleben können.

Gerade ursprüngliche Gärten, in denen sich auch Wildtiere wie Igel, Mäuse oder anderes Getier wohlfühlt, sind auch ein toller Lebensraum für Zecken. Neben einem dichten Zaun, der die größeren Tiere aus dem Garten fernhält, gibt es weitere Maßnahmen, die gegen Zecken im Garten sinnvoll sind.

Rasenpflege und ein kurzer Rasen, um feuchten Stellen vorzubeugen
Zecken mögen keine Trockenheit. Die einfachste Maßnahme gegen Zeckennester ist deshalb eine gute Rasenpflege. Alle ein bis zwei Wochen den Rasen mähen, damit weniger Feuchtigkeit und Schatten vorhanden ist.

Vor allem der Morgentau trocknet schneller weg, wenn das Gras kurz ist. Kurzes Gras nimmt den Zecken auch die Möglichkeit, daran hochzukrabbeln, um sich am nächsten Wirt abzustreifen.

Regelmäßiger Heckenschnitt, Moos und Laubhaufen entfernen
Alles, woran man hochkrabbeln kann, hilft Zecken, auf die nächste Mahlzeit zu warten. Deshalb Kräuter und Stauden nicht zu groß werden lassen. Auch Bäume bieten einen tollen Platz für Zecken. Zwei bis dreimal im Jahr ist deshalb ein Stauden- und Baumschnitt ratsam.

Auch große Laubhaufen, die lange liegen, sind ein beliebter Ort für Zecken. Das feuchte Klima im Laub sorgt für angenehme Lebensumstände, gleichzeitig schützt es vor Kälte und hilft beim Überleben. Das gleiche gilt für Moos, das mit einem Vertikutierer oder von Hand, ab und an zu entfernen ist, wenn man keinen Lebensraum für die Blutsauger schaffen möchte.

Bei einer Zeckenplage hilft ein Schutzgraben
Wenn offensichtlich ist, dass es sich um eine Zeckenplage handelt, hilft es, einen kleinen Schutzgraben rund um den Garten zu ziehen. Dieser wird mit Kies oder Schotter befüllt, damit eine Trockenzone entsteht, die den Zugang zum Garten erschwert.

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Läuse am Apfelbaum – was tun?
Läuse am Apfelbaum? Da kann einem schon der Appetit auf die Früchte vergehen. Doch keine Sorge, es gibt wirkungsvolle Abhilfen.

Läuse sind nicht alleine unterwegs
Kaum blüht der Apfelbaum und die ersten Früchte beginnen zu reifen, lassen auch die Blattläuse nicht lange auf sich warten. Sie schlüpfen aus den Eiern, vermehren sich rasch und besiedeln die frischen Knospen, Triebspitzen und Blätter, um sich von dem süßen Pflanzensaft zu ernähren.

Schon bald zeigen sich erste Spuren, welche die Schädlinge beim Saugen mit ihrem Rüssel hinterlassen. Sind sie satt, scheiden sie vom Saft aus und hinterlassen den typischen klebrigen Belag, den sogenannten Honigtau.

Die Schädlinge am Apfelbaum erfolgreich bekämpfen
Hält sich der Befall der Blattläuse in Grenzen, kann das Abspritzen mit einem kräftigen Wasserstrahl schon helfen. Sind bereits starke Schäden an den Apfelbaumteilen entstanden, wird oftmals das Abschneiden dieser mitsamt den Krabblern notwendig.

Zum Bekämpfen der Schädlinge vertreibt der Handel verschiedene naturnahe Hilfsmittel, die mit Rapsöl oder Kaliseife hergestellt werden. Um selbst ein brauchbares Mittel zu brauen, eignet sich eine Lösung aus einem Teil Schmierseife oder Spülmittel und ungefähr 10 Teilen Wasser. Diese Mischung wird mit einer Sprühflasche auf die betroffenen Stellen aufgebracht. Die Wirkung zielt darauf ab, dass die Atmungsorgane der Läuse verstopfen und diese letztendlich ersticken. Bevor die Maßnahme gestartet wird, sollten die natürlichen Fressfeinde, beispielsweise Marienkäfer, abgesammelt werden. Wird auf eine Schädlingsbekämpfung gänzlich verzichtet, kann das dem Apfelbaum stark zusetzen. So kommt es vor, dass Läuse mit Viren besetzt sind und über diese die Ausbreitung von schweren Krankheiten verursachen.

Vorbeugung ist die beste Abwehr
Lockt die Pflanze die natürlichen Feinde wie Marienkäfer, Schlupfwespen, Schwebefliegen, Florfliegen, Vögel u. a. Nützlinge an, wird der Garten mit Leben erfüllt und der Schädlingsbefall kontrolliert. Voraussetzungen sind das Ausbleiben einer chemischen Keule, die Anlage von Mischkulturen und das Anbringen von Nistplätzen und Insektenhäusern.

Eine übermäßige Besiedelung von Blattläusen kann auch ein Indiz für eine Immunschwäche der Pflanze sein. Eine satte Gabe von Komposterde oder Mulch unterstützt die Abwehrkraft des Apfelbaumes. Um einen Besuch der Läuse am Obstgehölz zu verhindern, kann eine Austriebspritzung helfen. Sobald die neuen Blattspitzen gedeihen und die Knospen anschwellen, besprüht man das Gehölz mit einem speziellen Spritzmittel.